Auf dem visuellen Auge blind: Wieso PRler und Journalisten den Facebook-Instagram-Deal unterschätzen

von Björn Eichstädt

Ende 2011 habe ich einen Ausblick auf das Jahr 2012 geschrieben. Die Headline: “Das Bild vom großen Ganzen”. Meine wichtigste Voraussage für dieses Jahr darin war: der Siegeszug des Bildes im Social Web – und damit immanent auch die Herabwürdigung des Textes als globales Austauschmittel in einer auf Emotion (“like”) und Empathie (“share”) ausgerichteten Netzwerkwelt. Im Zentrum der Überlegungen: Instagram. Interessanterweise waren die Reaktionen eher verhalten. “Interessant” fand das der ein oder andere. Aber: “Das ist doch “nur” ein Fotosharing-Service”. Google+ sei doch viel wichtiger. Und so gingen viele zur Tagesordnung über. Spannend, dass kurz darauf von den selben Protagonisten (in meiner Community und meinen Timelines sind naturgegeben viele PRler und Journalisten) ein großer Hype um Pinterest inszeniert wurde. Den ich zwar kurz mitmachte, mir aber dann doch recht sicher war, dass Instagram auf Dauer die Bedeutungsnase vorn haben würde (wie etwa zuletzt hier in meinem Tweet vom 4. April 2012).


Fundamentaler Shift: Encyclopaedia Britannica, Spotify und GarageBand

von Björn Eichstädt

Es ist ein Akt mit großer symbolischer Bedeutung: die Encyclopaedia Britannica wird es künftig nicht mehr gedruckt geben. Ein weiterer Dominostein der breiten Content-Bastion auf Printbasis fällt. Und das nicht nur im englischsprachigen Raum – auch Deutschland, das Land der Dichter und Denker ist im Buchbereich inzwischen schwer getroffen. Zuletzt schloss etwa die Hugendubel-Filiale am Berliner Kudamm – wegen zu teuerer Mieten (was sicherlich in Relation zum Umsatz zu setzen ist). Und auch letzte Bastionen der Print-Ära – etwa die altehrwürdige Sonntagszeitung – fordern inzwischen ihre Leser mehr oder weniger proaktiv zur Flucht vom sinkenden Schiff auf.


Immer im Fluss, oder: Messekommunikation im Wandel

von Sandra Lauer, Trainee bei Storymaker

Flüsse gelten als Symbol für die permanenten Veränderungen unseres täglichen Lebens. In der IT-Branche dagegen ist es seit 26 Jahren die CeBIT, die wie keine andere Veranstaltung die globale Technologieindustrie an einem Ort versammelt und zur Schau stellt. Vom 6. bis 10. März konnten Unternehmen und Privatpersonen in Hannover wieder beobachten, zuhören und anfassen, was die Branche an Neuheiten zu bieten hatte. Doch dieser Wandel wird auf der Messe nicht nur präsentiert – er wird ihr auch in vielerlei Hinsicht abverlangt. Hartwig von Saß, der Leiter des CeBIT-Presseteams, beschrieb im Gespräch mit Storymaker drei Bereiche, in denen sein Team diese Veränderungen beobachtet: die Ansprüche der Aussteller, die Kommunikationsarbeit der Messe selbst und die Rezeption dieser Arbeit durch Medien und Publikum.


Wie die Weltmarktführer ihren eigenen Gipfel bekamen

von Heidrun Haug

Was hat Schwäbisch Hall mit Davos gemein? Beide Orte sind klein und abgeschieden, aber Treffpunkte großer Veranstaltungen. So bekannt wie der Weltwirtschaftsgipfel in den Schweizer Bergen ist der Kongress der Weltmarktführer noch nicht. Aber die versammelte Führungselite des deutschen Mittelstands in dem 37.000 Seelen Städtchen bringt einige Milliarden Euro Umsatz auf die Waage. Wie kam es zu dem Kongress, der im Januar zum zweiten Mal stattfand?

Steffen Schoch berichtet mit einem lachenden und einem weinenden Auge von den Geburtsstunden des „Weltmarktführerkongresses“. Der frühere Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH war bei der zweiten Auflage der Veranstaltung im Januar nur noch als Gast dabei. Gerne erzählt er die Geschichte, wie es zu der ausgezeichneten Marketingidee des „Weltmarktführerkongresses“ kam:


Pinterest: Die Pinwand im Web

von Katrin Kuch

In meiner Jugend besaß ich eine Pinnwand, an die ich Sachen heftete, die ich cool fand: Flyer von Londoner Nachtclubs, Postkarten aus Frankreich, Aufkleber und Kronkorken mit arabischer Schrift darauf. Mein Zimmer sah damit ein bisschen schöner aus und Leute, die zu Besuch kamen, konnten sehen, was mir gefiel und gegebenenfalls zeigen, dass sie einen ähnlichen Geschmack hatten.

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Die 6. Welle

von Karsten Eiß

Schon im zweiten Jahr ist er zu einer Institution geworden: Der Deutsche Kongress der Weltmarktführer. Mit sicherem Gespür richten ihn der Süddeutsche Verlag, Dr. Walter Döring, Ex-Wirtschaftsminister von Baden-Württemberg und der Managementexperte Prof. Dr. Bernd Venohr im eher provinziellen Schwäbisch Hall aus, Herz der „Region der Weltmarktführer“. Dort versammelte sich die Crème des deutschen Mittelstandes, darunter viele Familienunternehmen. Selbst Außenminister Westerwelle ließ es sich nicht nehmen, dem Kongress seine Aufwartung zu machen. Storymaker hat zugehört und zählt zu den Sponsoren der Veranstaltung.


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