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Komplizierte Werbung für ein einfaches Produkt führt meist nur zu Verwirrung. Und so scheint das auch bei der neuen Kampagne von Jung von Matt für die Bild-Zeitung zu sein. Ich gebe Thomas Knüwer vom Handelsblatt da vollkommen recht. Denn wenn man an dem Plakat vorbeifährt, denkt man zunächst tatsächlich: „Super, vom wem ist denn die Kampagne“.

Allein: Das war nicht die Intention der Macher. Ich hatte mich nämlich über etwas anderes gefreut, als intendiert war. Nun ja. Das zeigt eben wieder eines: Die Message muss einfach und klar verständlich sein. Egal ob bei Werbung oder in der Pressearbeit.

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4 Replies

  1. Hier entsteht Wahrnehmung durch den Störfaktor. Etwas stimmt nicht, fällt auf, ein zweiter Blick ist wichtig. Um es mit Roland Barthes zu sagen. Das punctum!
    Operieren kann BILD mit einer derartigen Kampagne einzig und allein aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades. Zudem ist die BILD ein umstrittenes Produkt ist.
    Mir gefällt die Werbung, kreativer Hingucker, schade, daß sie nicht wirklich kontraproduktiv ist. Ob allerdings die Bildleser Barthes-Leser sind und sich auf Irritation dieser Art reflektiert einlassen? Ich bezweifel es.

  2. Bild macht in Ihrer Kampagne einfach da weiter, wo sie redaktionell schon lange sind. Kratze ich mein Rhetorikwissen zusammen, fällt mir eine in diesem Zusammenhang passende Ironie-Defintion ein, die besagt:
    Die Gedankenfigur der Ironie ist strenggenomen ein Verstoß gegen die Tugend des „bene dicendi“, denn sie verbirgt die Wahrheit…

    Aber Bild lese ich trotzdem gerne.

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