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Web Zweipunktnull – zurück zu den Wurzeln des Internets

von Tom Groth

Alle Macht geht vom User aus – Das jedenfalls könnte in ein paar Jahren schon Realität sein. Alle Zeichen in Sachen Web 2.0 deuten darauf hin: Wenn via Blogger Bewertungsmechanismen und Meinungen zu Produkten und Diensten geschrieben werden, die googelnden Internetler diese Inhalte dann finden, lesen, verstehen, um Ihre Meinungen erweitern, dann haben Marketingabteilungen der Großkonzerne für immer Betriebsurlaub.

Die Illusion einer strategischen Produktpositionierung ist dann Realität, eine Situation die heute noch keiner wahrhaben möchte.

Die potentiellen Gewinner des Web 2.0:

– Konsumenten
– Käufer
– Verbraucher
– Benutzer

Die potentiellen Verlierer:

– Testinstitute
– Marktforscher
– Verbraucherschützer
– Marketingabteilungen
– Fachzeitschriften

Warum?

Lasst uns das diskutieren!

(Basisinformationen zu meinen Grundgedanken:

Nach 1.0 kommt 2.0, oder? So ist es normal die Regel in der Softwareindustrie. Aber wie sieht es mit dem Internet aus? Seit der Web 2.0 Konferenz im Herbst 2004 in San Francisco brodelt es in der Szene, vor allem in den kleinen Splittergrüppchen aus Interlektuellen und Liebhabern der anarchistischen Seite des Netzes. Neue Fantasien werden geweckt, doch was steckt wirklich dahinter…?

Web 2.0 hat, je nachdem wen man fragt, mehrere Grundthesen und Treiber. Ausgehend vom Blogging, erhöhte Nutzung von Instant Messanger und die Frage nach der nachhaltigen Zukunft von Such- und Findmaschinen kann man Stand heute folgende Teilbereiche erkennen:

OpenSource und offene Standards sind die Schlüsselfiguren im Spiel. Jeder soll Dienstleistungsfragmente gestalten und betreiben können. Diese Fragmente werden Basisfunktionen, Infrastrukturfunktionen und Mehrwertdiensten aus der Web 2.0. Roharchitektur zugeordnet.

Neben den 10 Grundfunktionen besitzt die wachsende und sich ständig verändernde Architektur auch folgende Top Treiber, die eher emotional sind:

– Identity
– Quality Services
– Open Tags
– Blog Services
– Wiki Services
– Attention xml Services
– Meta interpretations
– semantic spaces und frames
– Forum / BBS SW
– Listen
– Tools (PHP, Perl, Scripting)

Der Vollständigkeit halber hier noch mal die 10 Grundfunktionen (Achtung: nicht vollständig, nur eine Meinung):

– Identity
– Attention
– Open Media
– Micro Content Publishing
– Open Social Networks
– Tags
– Pinning
– Routing
– Open Communication
– Device Management and Control
)

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4 Replies

  1. Ich bin zwar nicht aus der Marktforschungsbranche, aber an Ihre Prognose mag ich nicht so recht glauben. Ich denke eher, dass Web 2.0 (also rwx für alle) den Marketingleuten und Forschern entgegen kommen wird – vorausgesetzt, sie verstehen, was da passiert und wie sie das (dynamisch) darstellen können. Okay, mag sein, dass die klassischen Institute das Boot verpassen werden, aber für neue Geschäftsideen in diesem Bereich ist der Nährboden nahezu ideal.

  2. Strategische Produktpositionierungen gehen vom Top-Down Ansatz aus – bedeutet, dass Attribute aus der Chef Etage in Richtung Konsument gehen. Dazu werden Gehilfen gebraucht, die ich als „Verlierer“ gekennzeichnet habe. Ich teile Ihre Meinung, dass sich massig neue Chancen auftun. Diese hauptsächlich auch im Stil von W.2.0… also eher aus der Konsumentensicht. Wenn einer meint den Anwalt der Konsumenten und Verbraucher zu spielen, und die Meinungsmacht bündelt, oder einfach nur durch intelligente Konsolidierung, Gliederung und Strukturierung von Meinungen, stehen die Chancen extrem gut neue Geschäftsfelder zu eröffnen.

  3. Die Macht geht vom User aus und von Nutzern, die sich zusammentun. „Peer-to-Peer“-Kommunikation über Produkte, Dienstleistungen und vieles andere ist ein wichtiger Bestandteil von social media und citizen journalism.

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