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Weltsicht auf Weblogs #2

Es ist schon eine ganze Zeit her, da habe ich diese Rubrik gestartet. Die Idee, Menschen des aktuellen Zeitgeschehens zu Weblogs zu befragen, ist allerdings seither etwas meiner Vergesslichkeit zum Opfer gefallen. Doch sag niemals nie, und somit ist diese Rubrik wieder aktiv. Diesmal habe ich den international renommierten Filmemacher Terry Gilliam, der sich als Mitglied der britischen Komikertruppe Monty Python ebenso einen Namen gemacht hat wie als Regisseur von Filmen wie 12 Monkeys, König der Fischer oder Fear and Loathing in Las Vegas, im Rahmen eines Gesprächs gefragt, was er denn so von der Entwicklung des Internets hält. Welche Auswirkungen Weblogs, Podcasts, Videoblogs etc. auf die Produktions- und Distributionsmöglichkeiten von Künstlern haben. Und hier ist seine Antwort:

Zunächst einmal halte ich das für gut, auch wenn es vielen untalentierten Leuten ebenfalls die Möglichkeit gibt, ihren Unsinn zu verbreiten. Zurzeit weiß ich noch nicht, was das für mich bedeutet. Denn ich sperre mich dagegen, dass meine Arbeit auf Handys oder iPods abgespielt wird. Ich mache meine Filme fürs Kino oder wenigstens für einen vernünftigen Fernseher zuhause. Für andere macht das bestimmt Sinn. Allerdings sehe ich immer noch ein Problem: Wenn man Filme macht oder kleine Videos – all das kostet Geld. Und eine offene Frage im Internet und bei der direkten Distribution ist immer noch: Wie bekommt man das investierte Geld zurück? Das Schlimme am existierenden Vertriebssystem ist ja: Es ist derzeit der einzige Weg, investiertes Geld auch in vernünftiger Höhe zurück zu bekommen. Das ist nicht schön. Aber eine Tatsache. Der Kreativität hilft das alles sehr auf die Sprünge, aber für die Bezahlung von Künstlern müssen neue Wege gefunden werden.

Das komplette Interview mit Terry Gilliam gibt es hier.

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