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Das ist wirklich zu viel

Der österreichische Entführungsfall hat wahrscheinlich alle Leser entsetzt. Man kann sich das ja kaum vorstellen, acht Jahre lang weggesperrt. Da fröstelt es einen schon beim drüber nachdenken. Doch was jetzt mit dem Opfer getrieben wird, gerade seitens der Medien, wird ihr die Rückkehr in die Freiheit nicht gerade versüßen. Das Ganze nimmt meiner Meinung nach schon wirklich perverse Züge an. So musste ich soeben beim österreichischen Standard lesen:

Suche nach Medienberater für Natascha

Angesichts des Medienhypes braucht das Entführungsopfer dringend Medien­beratung – Die Suche nach den richtigen Experten hat begonnen

Also, irgendwo ist Schluß. Meine Medienberatung richtet sich deswegen eher an die Medien, nicht an die arme junge Frau: Einfach in Frieden lassen!

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3 Replies

  1. Ein frommer Wunsch. Da sich die Medienmeute aber nicht von selbst bändigt, wird sie wohl jemanden benötigen, der ihr Schutz gibt. Es geht doch nicht darum, sie in die Medien zu bringen. Medienberatung ist deshalb ein schlecht gewählter Audruck (habe jetzt nicht nachgelesen, wie der Standard das meint), aber Beratung und Hilfe wird sie auch in diesem Bereich benötigen. Und meiner Meinung nach sollte die Gesellschaft die Kosten dafür übernehmen.

  2. Da stimme ich zu: schlecht beraten wäre sie leider ohne Beratung. Ich hoffe, „Medienberatung“ heißt in dem Fall wirklich, dass Natascha vor den Medien geschützt bzw. dahingehend beraten wird, wie sie sich schützen kann.

  3. Vielleicht hat da ja jemand geholfen – oder die Frau mit dem Namen Natascha ist gar nicht so hilflos wie die Boulevard-presse es gerne hätte.

    Der im Artikel in der SZ von heute zitierte Brief lässt an Deutlichkeit jedenfalls kaum Wünsche offen

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