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Das Kollektiv gegen den Einzelnen

Der ein oder andere Leser mag sich derzeit wundern, wieso hier so wenig los ist. Nun, die Antwort ist recht einfach: Es gibt Projekte, die die volle Zeit und Aufmerksamkeit erfordern, während deren Laufzeit man tatsächlich nicht dazu kommt, sich über das aktuelle Geschehen im Netz auf dem Laufenden zu halten. Und ganz ehrlich: So schlimm ist das auch nicht.

Trotzdem finde ich, dass die aktuelle Diskussion, die Jaron Lanier anzustoßen versucht, ein wenig Aufmerksamkeit verdient. Denn: Kollektivismus kann tatsächlich zum Problem werden, wenn Meinungen eben nur Second-Hand-Ware, woanders abgeschrieben, nicht verifiziert oder im Zweifel sogar negative Kampagne sind. Ich stimme Lanier zwar nicht in all seinen Kritikpunkten zu, aber: Wiki-Intelligenz ist bestimmt nichts, was die Welt grundlegend weiterbringt, grundlegende neue Ideen kamen immer von Individuen und nie von einem Kollektiv. Das ist etwas, das man sich immer wieder vor Augen führen muss, wenn man die Intelligenz des Netzes beschwören will. Doch mit diesem Bewusstsein ist das Internet eben das, was es so großartig macht: Ein tolles Hilfsmittel. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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