Public Relations·Social Media

Der Traum eines jeden Interviewers

Ich war mir so sicher, dass ich das bereits gepostet hatte, als ich heute drüben bei Thomas Knüwer das schöne Kinski-Interview gesehen habe.

Es war vor Monaten eine meiner ersten YouTube-Handlungen, nach Kinski-Interviews zu suchen. Doch jetzt habe ich entdeckt, dass ich das damals nur per Mail rumgeschickt hatte. Dieses hier ist mein liebstes – und hier sollte man sich einmal vorstellen, Kinski hätte ein Medientraining gemacht und hätte immer einen PR-Berater im Hintergrund gehabt, der schaut, dass er ja nichts Falsches sagt. Nicht auszudenken – Authentizität ist eben auch in wichtiger Faktor in der Medienarbeit, hier besonders deutlich.

Nachtrag: Und dann sieht man, dass es auch anders geht. Scheint also an beiden Seiten zu liegen, wie so ein Gespräch bei einem Individuum wie Kinski verläuft bzw. verlief.

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2 Replies

  1. das ist aber doch gar nicht der Punkt! Die zu recht als solche bezeichnete Analphabetin war miesestens vorbereitet und zudem noch im falschen Film (ich lasse mir von Kinski den Kinski machen, zu dem er damals schon gemacht worden war). Genau darum geht´s, daß diese Sorte von Medien-Arschlöchern einfach nicht über ihren Tellerrand, ihre Funktion und den Bockmist, den sie machen und transportieren, hinausblicken können. Dann kommen genau diese dämlichen Fragen zustande, die einem den Kragen platzen lassen.. Ist es zu viel verlangt, sich mal mit etwas schwierigen Sachverhalten zu befassen, sich einzuarbeiten, sich Zeit zu nehmen?
    Aber es gibt immerhin auch heute noch KollegInnen, die nicht zu dieser Sorte Idioten gehören, die Inter-Views machen, die es zum Schwingen bringen, dem Leser wenigstens eine kleine Vorstellung von dem Glück vermitteln, das entsteht, wenn Wahrheiten sichtbar werden und einen Klang erzeugen, der noch Tage, Monate, Jahre später im Kopf bleibt! Genau das hat zum Beispiel Kinski mit seinem Spiel so oft erreicht!

  2. […] Mag auch sein, dass Authenzität wichtig ist (gerade als Schauspieler, von denen man so ein merkwürdiges Verhalten sicherlich erwartet) und kein PR-Berater je mit Kinski fertig geworden wäre. Als Vorstandchef, Politiker oder Spitzensportler wäre soetwas allerdings undenkbar und die Person in keinem Fall zu halten: Denn was soll ich mir von einem Unternehmen denken, dass von solch einem Arschloch Egomanen geführt wird? Wie könnte ich einem Politiker vertrauen, der so unbeherrscht und unberechenbar antwortet? Warum sollte ich einen Sportler (materiell oder als Fan) unterstützen, wenn er dermaßen unsympathisch ist? Â – Â Â Die klammheimliche Freude, sich solche Entgleisungen zuweilen anzusehen, mag es irgendwo in unserer Seele geben. Sie rührt aus meiner Sicht aus einer Position der Schwäche heraus. Kinski ist bzw. war nicht in der Lage, mit dem anderen zu kommunizieren, weil er sich allem überlegen fühlte. Er suchte kein Gespräch miteinander, sondern wollte stets sein übergroßes Ego in den Mittelpunkt stellen. Aus menschlicher Sicht ist das Verhalten unausstehlich.   « Hallo erstmal… |   […]

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