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Seltsame PR-Blüten für Waffenhändler

Gestern abend traute ich meinen Augen nicht, als ich das heute journal im ZDF sah. Groß prangte da das Logo des Internet-Auktionshauses eGun auf dem Bildschirm – dem Unternehmen, das dem Amokläufer von Emsdetten als Online-Waffenlieferant diente.

Nun haben wir ja bereits gelernt, dass da nichts Unrechtes passiert ist, zumindest nicht seitens des Darmstädter Unternehmens. Aber ganz ehrlich: Muss ich deswegen jeden potenziellen Amokläufer darauf aufmerksam machen, wo er seine Waffen beziehen kann und das auch noch ganz legal?

Ergänzung: Einen schönen Kommentar liefert heute auch die taz in ihrer „Gurke des Tages“.

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1 Reply

  1. es gibt Waffen, Drogen, Brennstäbe, oder auch nur Menschen mit Worten und Taten. Und keinen kümmert´s wie oft und wie heftig diese Dinge eingesetzt werden, um anderen Schaden zuzufügen. Wenn medienwirksame Amokläufer hochpoppen, ist das Geschrei sofort groß da. Gut, im Fall der geschändeten Kinder auch. Aber immer gilt: Das Grauen findet täglich statt, wer sich das permanent vor Augen führte, würde buchstäblich wahnsinng.
    Was mich daran interessiert ist, wie lange es unsere Gesellschaft noch schafft, die Anzahl tatsächlicher Morde zu begrenzen. Wie lange halten die Tabu´s? Ab wann beginnen die sozialen Deiche zu brechen? Natürlich wird durch die Medien ein Fokus gesetzt und womöglich ist im Durchschnitt ist alles im Bereich des „Normalen“. Doch häufen sich die Fälle ausufernderer Gewalttaten nicht in den letzten Jahren?
    Ob eGun oder das offene Dealen in Düsseldorfer Strassenbahnen – man kann sich seine Rauschmittel sehr einfach besorgen. Ich hoffe, daß das nicht einews Tages zu viele machen.

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