Story-Entwicklung

Textwerkstatt #12

Achtung: neue Rechtschreibung

Morgen ist es so weit: nach 10 Jahren hin und her, einem Jahr Probezeit und vielen Versuchen, sie zu boykottieren – die neue Rechtschreibreform gilt. Endgültig. Es führt kein Weg dran vorbei. Vorsicht ist allerdings geboten – so sind ab morgen „abwärtsfahren“ und „eislaufen“ wieder die einzig korrekten Schreibweisen, nachdem man sich jetzt mühsam an „abwärts fahren“ und „Eis laufen“ gewöhnt hat. Nun ja. Auch bei den Kommaregeln sind manche „kann“-Regeln jetzt „muss“-Regeln geworden: Nebensätze, die mit „und“, „oder“, „beziehungsweise“, „entweder-oder“ „nicht-noch“ oder „weder-noch“ verbunden sind, dürfen nicht mehr mit Komma getrennt werden. Auch bei der Silbentrennung gelten Trennungen wie „O-pa“, „Feiera-bend“ oder „Ri-o“ jetzt als falsch.

In Briefen darf man jetzt wieder schön das „Du“ und „Euch“ groß schreiben. Ich glaube, das haben die meisten von uns doch eh nie anders gemacht. Oder?

Erklärte Gegner der Rechtschreibreform bleiben bei Ihrer Ansicht, das jetzt geltende Regelwerk sei eine „inkonsistente Mischorthografie“. Ich finde den Versuch, die deutsche Rechtschreibung zu modernisieren, durchaus lobenswert. Gemeckert wird ja immer.

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