Allgemein·Public Relations

Studien interpretieren

Spannend, was mit Studien so passiert im Interpretationszyklus. Nachdem wir gestern selber einmal wieder eine Studie mit zugehöriger Presseinformation veröffentlicht haben, die sich mit dem Internetrechercheverhalten von Journalisten auseinander setzt, sind die Ansichten über das Ergebnis bei den Kommentierern doch recht verschieden.

Holger Schmidt von der FAZ meint zumindest in seiner Headline zum Studientext, dass Journalisten keine Blogs nutzen. Klaus Eck vom PR-Blogger leitet hingegen einen Aufruf zu mehr Corporate Blogging aus den Resultaten ab. Beide Interpretationen lassen mich etwas ratlos zurück – meine Sicht ist eher, dass man mit den „Mainstream“-Ansätzen immer noch die meisten Journalisten am breitesten bedienen kann, dass sich allerdings in der Nische viel Potenzial für spezifischere Ansprache entwickelt. Ob das nun auf dem Weg des Blogs, per Video oder Xing ist, das scheint mit relativ gleichberechtigt nebeneinander zu stehen….

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3 Replies

  1. Ich beziehe mich in meiner Argumentation in erster Linie auf die fehlenden Kontaktdaten auf der Website, die für 99 Prozent der Journaliste völlig unakzeptabel sind. Mit einem Blog verfolgen Unternehmen das gegenteilige Konzept, in dem sie sich auf die Transparenz einlassen.

    Natürlich sind Blogs in der journalistischen Recherche noch längst kein Mainstream. Aus der Studie habe ich dieses Ergebnis nicht abgeleitet, zumal ich noch eine andere Umfrage hinzugefügt habe. Für mich wäre das Bloggen jedoch ein logisches Fazit für Unternehmen, die eine offene Kommunikation pflegen wollen.

  2. […] 16th, 2007 · No Comments Irgendwie ist das eine etwas schräge Diskussion: Da befragt eine PR-Agentur Journalisten zu ihremRechercheverhalten. Das ist prima. Denn eine solche Befragung liefert wichtige Ergebnisse, um eine von mehreren Disziplinen der PR, die Pressearbeit, zu verbessern. Es geht also um die Frage, wie kann ich als NGO, als Unternehmen oder Behörde Journalisten am besten ansprechen oder in ihrer Arbeit unterstützen. So weit so gut. Wenn nun also Journalisten sagen, Blogs und andere Web 2.0-Anwendungen seien für ihre Recherche nicht so wichtig, und sie statt dessen Google als ihren Recherchegott sehen, bestätigt das aus meiner Sicht nur den Ausgangspunkt der ganzen Web 2.0-Diskussion in der PR: Es geht eben nicht vorwiegend um eine bessere Ansprache von Journalisten. Warum? […]

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