Story-Entwicklung

Textwerkstatt #20

Die Sache mit den Satzteilen

Heute stelle ich mal einen Satz zur Diskussion. Die Satzteile eines deutschsprachigen Satzes sind ja allgemein bekannt: Subjekt Prädikat Objekt. Dann unterscheidet man noch Akkusativ- , Dativ- und Genitivobjekte und solche Spitzfindigkeiten. Normalerweise sind die Satzteile durch die entsprechenden Gegenproben leicht herauszufinden: Wer, Wem, Wen oder was. Aber nicht bei folgendem Satz.

Unser Beispielsatz lautet heute:

Dem Kind werden morgen die Haare geschnitten.

Prädikat ist klar. Was ist Subjekt, was ist Objekt? Ich freue mich auf zahlreiche Zuschriften – mit Begründung wäre fantastisch.

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6 Replies

  1. Passivkonstruktionsfehler. Normalerweise würde es ja heißen: „Der Frisör schneidet dem Kind die Haare.“ Da ist alles klar. Die Passivisierung (kann man das sagen?) des Satzes schnibbelt den Frisör raus und – rums! – ist das Subjekt zu Poden geplumpst.
    Vorschlag zur Güte: Schon heute zum Frisör gehen. Oder einen Zopf flechten.

  2. Grammatikalisch ist „Es“ das Subjekt. Ich bin aber kein Germanist und kann mir nur vorstellen, dass es für dieses Hilfs-Subjekt in einer Passivkonstruktion auch einen Namen gibt. Das grammatikalische Subjekt ist eben nicht der tatsächlich Handelnde.

  3. Verstehe. Ich habe mich in der entsprechenden Literatur schon versucht, schlau zu machen, habe aber leider nichts dazu gefunden. Es muss wohl so sein, dass Passivsätze eine Ausnahme bilden.

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