Story-Entwicklung

Textwerkstatt #22

Die Sache mit der Zählbarkeit

Ein beliebter Scherz bei Mathelehrern war folgender: Schüler: „Das Ergebnis ist 9″. Lehrer: “ 9 was? Wiener Würstchen?“ – Haha. 9 Zentimeter lautete die korrekte Antwort.

An diese Ermahnung zur Genauigkeit muss ich denken, wenn sich der Fehlerteufel bei den Quoten einschleicht – bevorzugt bei Arbeitslosen, Drogenmissbrauch oder Unfallstatistiken. Hier gilt es eine schlichte Regel zu beachten: Die Anzahl der jeweiligen Betroffenen steigt oder sinkt. Arbeitslose sinken hoffentlich nicht – ihre Anzahl oder ihre Quote hoffentlich schon. Ob die Arbeitslosigkeit an sich sinken kann? Diese Headline finde ich im Netz des öfteren. Meiner Meinung nach muss es ganz korrekt heißen „die Arbeitslosenquote sinkt“.

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1 Reply

  1. Die Quote sinkt ja letztendlich auch nicht, wohin auch. Sie ist ja auch kein Gegenstand, der eine Masse hat, Sie hat einen Wert, der mal mehr oder weniger ist.
    Aber das ist nebensächlich, wenn man nur wüßte, was bei der Quote zu einander in Beziehung gesetzt wird: die gemeldeten Arbeitslosen, die bekannten Drogenabhängigen oder die gemeldeten Arbeitslosen+ die susgesteuerten oder die polizeilich bekannten Drogenabhängigen+ einer geschätzten Dunkelziffer, zur Gesamtanzahl der Bevölkerung, zur Zahl der Erwerbsfähigen zur Anzahl der Jugendlichen….
    Das ist alles beliebig solange das nicht genormt ist und so hat jeder seine eigene Zahl, Quote oder Statistik. Und auf der Basis dikutieren Politiker im Fernsehen.

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