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Im Bett mit den Privaten…

Bisschen ruhig ist es gerade hier. Aber ganz ehrlich: Es war CeBIT, bei Storymaker ist sowieso die Hölle los und es hat sich auch kein Leser beklagt. Aber nun gibt es etwas wirklich Neues und da wollte ich dann doch meinen Kommentar abgeben. Der WDR kooperiert mit der WAZ.

Klingt erstmal nicht spektakulär, aber enthält natürlich Sprengstoff. Denn wer schon immer Probleme mit Rundfunkgebühren hatte, der fragt sich jetzt natürlich schon, wie es sein kann, dass Inhalte, die wir gezahlt haben, nun „weiterverkauft“ werden. Ich gehe davon aus, dass darüber noch diskutiert werden wird. Vielleicht auch hier? Hat jemand eine Meinung?

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5 Replies

  1. Keine klare Meinung, aber mal so vom ersten Gefühl her. Ich bin von den Privaten so genervt, dass ich die Gebühren fast schon gern bezahle.

    Sachlich ist es wahrscheinlich schon sehr fragwürdig, aber die Diskussion gab es ja schon um ARD und ZDF und deren Onlineauftritte.

  2. Der Heise-Beitrag geht ja schon etwas ins Detail, wagt sich aber auch nicht auf das dahinter beginnende Minenfeld. Schliesslich haben wir es hier mit sehr alten, sehr politisch verzahnten Gemengelagen zu tun, die aus den Ursprüngen der Medienstaatsverträge stammen, etwas mit mit Förderalismus zu tun haben etc. Gleichzeitig geht es um die Frage, wem welcher Content gehört. Wenn WDR und WAZ beispielsweise kein Problem damit hätten, ihre Inhalte unter eine Creative Commons-Lizenz zu stellen, wäre das die beste Lösung. Aber davon sind beide mit Sicherheit noch weit entfernt. Was würde Lawrence Lessig dazu sagen? Ich glaube, er würde uns zu so viel gutem Content für so wenig Geld erst mal beglückwünschen (insofern bin ich ganz der Meinung von nilsn). Und wenn er in die bndesrepublikanische Gemengelage bzgl. Medienpolitk einsteigen würde – würde er wahrscheinlich schon bald sehr interessante Vorschläge machen – auf die aber keiner hören würde.

  3. Ich finde es grundsätzlich in Ordnung, wenn die Inhalte der öffentlich-rechtlichen Sender gegen Lizenzgebühr weiter verwertet werden. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass sie zweitverwertet werden und die Erstverwertung kostenlos bleibt (wie im WDR-Fall). Die Lizenzgebühren fließen schließlich wieder ins Programm und kommen uns allen zugute.

    Die Öffentlich-Rechtlichen (- allen voran der WDR -) vermarkten ja auch schon lange Merchandisingartikel unter Lizenz. Zwischen einer Plüsch-„Sendung-mit-der-Maus“-Maus und einem Lokalzeit-Magazinbeitrag gibt’s in dieser Hinsicht keinen Unterschied. Warum also nicht auch Beiträge verwerten?!

  4. @Jürgen P: Prinzipiell richtig. Aber sollten sie dann nicht lieber über diese Schiene gehen und dafür die Werbung einstampfen? Soviel ich weiß, machen die Werbeeinnahmen sowieso kaum was aus? Dann ließe sich doch auch die GEZ deutlich besser verkaufen, oder?

  5. Die Werbung bei den ÖR stört mich persönlich nicht. Die findet in so einem kleinen Zeitfenster statt, dass man sie ignorieren kann. Ob die GEZ sich durch deren Abschaffung besser verkaufen lässt, bezweifle ich etwas (ohne das jetzt groß analysiert zu haben).

    Denn die Leute haben grundsätzlich eine Abneigung gegen die GEZ. Fällt diese Anti-Werbeeinnahmen-Argumentation weg, finden die Kritiker neue Gründe, weshalb sie die GEZ-Gebühren für ungerechtfertigt halten (z.B. die überbordenden Online-Aktivitäten oder Harald Schmidts Gagen).

    Die Anstalten sollten alle Möglichkeiten nutzen, Geld zu verdienen. Im Gegenzug sollten dafür die GEZ-Entgelte reduziert werden. Und wenn das mehr Werbung bedeutet, macht das auch nichts: Wofür gibt’s denn schließlich Festplattenrekorder mit Vorspring-Funktion!? 🙂

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