China

Post aus Peking

Den Demonstrationen und blutigen Unruhen in Lhasa tritt die chinesische Regierung mit Härte entgegen. Das Militär hat Tibets Hauptstadt lahmgelegt, an anderen Orten gab es neue Proteste. Mit einem „Volkskrieg gegen Separatismus“ will Peking die Rebellion der Tibeter gewaltsam unterdrücken.

Von den Unruhen in Tibet ist in den chinesischen Medien eher wenig zu sehen und zu lesen. In der Wochenendausgabe der englischsprachigen Tageszeitung China Daily wurde in einer kurzen Meldung die Regierungsbehörde der Autonomen Region Tibet zitiert: „There was enough evidence to prove the recent sabotage in Lhasa was ‚organized, premeditated and amsterminded‘ by the Dalai Lama clique. Ausführlicher berichtet am heutigen Montag die Shanghai Daily über die Unruhen und zitiert eine Tibeterin: „she was appalled by what lawless mobs did.“ Das chinesische Staatsfernsehen berichtet, zeigt jedoch nicht die Brutalität der Sicherheitsbehörden, von der Augenzeugen berichteten. Stattdessen dominiert auf CCTV die ausführliche Berichterstattung über die Sitzung des Nationalen Volkskongresses, das wichtigste innenpolitische Ereignis dieses Jahres.

Unter den Bürgern ist die Wahrnehmung der Unruhen gering. Kurze Gespräche mit willkürlich ausgewählten Passagieren an den Flughäfen Pekings und Shanghais zeigten, dass sie entweder über die Ereignisse nicht informiert sind oder nicht darüber sprechen möchten.

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