Story-Entwicklung

Textwerkstatt #23

Die Sache mit dem Semikolon

Wofür ist das Semikolon eigentlich gut? Also laut Wikipedia „stärker als ein Komma, schwächer als ein Punkt“. Kann mit dieser Vorgabe wirklich jemand etwas anfangen? Ich selber verwende das Semikolon, oder: Strichpunkt, ganz gerne; ich finde, es gibt einem Satz oder Satzteil eine andere „Farbe“. Manchmal liest man einen Text ja im Kopf „mit Stimme“ mit, da macht es schon einen Unterschied, ob man ein Semikolon liest oder ein Komma.

Beispiel: Ich mag Bücher, sie öffnen eine völlig neue Welt, in die ich verschwinden kann. Oder: Ich mag Bücher; sie öffnen eine völlig neue Welt, in die ich verschwinden kann.

Klar, der Unterschied ist winzig. Wer aber einen Sinn für Nuancen hat und ein bisschen Farbe in seine Texte bringen will, soll sich an das Semikolon erinnern; wirklich ein prima Satzzeichen!

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1 Reply

  1. […] Als ich mich mit dem Semikolon beschäftigte, kam mir noch ein weiteres, wirklich aussagekräftiges Satzzeichen in den Sinn: Der Gedankenstrich. Der kann ganz viel: Zwei davon schieben – um Schachtelsätze zu vermeiden und den Gedankenfluss nicht durchzuschneiden – einen Gedanken zwischen eine längere Ausführung. Dabei ist der eingeschobene Satz – gefühlt – “dichter” am Hauptsatz, als wenn er in Klammern stünde. Oder? Weiterhin kann der Gedankenstrich zwei gegensätzliche Aussagen verdeutlichen. Oder kennzeichnen, dass sich vom einen Satzteil zum anderen die Meinung, die Perspektive oder der Gesprächsgegenstand geändert haben. […]

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