Story-Entwicklung

Textwerkstatt #24

Die Sache mit dem Gedankenstrich

Als ich mich mit dem Semikolon beschäftigte, kam mir noch ein weiteres, wirklich aussagekräftiges Satzzeichen in den Sinn: Der Gedankenstrich. Der kann ganz viel: Zwei davon schieben – um Schachtelsätze zu vermeiden und den Gedankenfluss nicht durchzuschneiden – einen Gedanken zwischen eine längere Ausführung. Dabei ist der eingeschobene Satz – gefühlt – „dichter“ am Hauptsatz, als wenn er in Klammern stünde. Oder? Weiterhin kann der Gedankenstrich zwei gegensätzliche Aussagen verdeutlichen. Oder kennzeichnen, dass sich vom einen Satzteil zum anderen die Meinung, die Perspektive oder der Gesprächsgegenstand geändert haben.

Beispiel: Ich habe Tiere gern – nur keine Insekten.

Immer erzwingt der Gedankenstrich eine „Lese-“ und damit eine Denkpause. Wie das Semikolon macht er somit einen Text lebendiger, abwechslungsreicher und irgendwie aussagekräftiger.

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1 Reply

  1. Ich arbeite ebenfalls gerne mit dem Gedankenstrich, um kurze Gedanken einzuschieben. Zumal ein Text innerhalb einer Klammer nicht zwangsläufig als eingeschobener Gedanke definiert ist. Denn eine Klammer kann auch bedeuten, dass der Text sowohl mit als auch ohne dem eingeklammerten Wort (fließend) durchgelesen werden kann.

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