Story-Entwicklung

Textwerkstatt #25

Die Sache mit der Geschlechtertrennung

Die deutsche Sprache ist nunmal kompliziert. Wo es im Englischen halt „teachers“, „colleagues“ oder „friends“ heißt, müssen wir unterscheiden, ob die bezeichneten Personen männlich oder weiblich sind. Und was dabei so rauskommt, kennen wir ja:

Liebe Lehrer/-innen, liebe KollegInnen, liebe Freunde und -innen. Alles Kompromisse und nicht wirklich regelkonform.

Ich selbst nehme das für mich persönlich übrigens nicht so genau. Meine ganze Studienzeit habe ich mich als „Student“ bezeichnet, weil ich das eher als Statusbezeichnung aufgefasst habe. „Ich bin Student“ wie „ich bin katholisch“. Ich finde ja, man ist erst dann wirklich emanzipiert, wenn man sich über so etwas nicht mehr aufregen muss.

Aber wie heißt es denn nun korrekt?

Die grammatikalisch sichere Variante ist immer noch „Liebe Schülerinnen und Schüler“. Beim Gast übrigens geht es dann plötzlich auch so: da es keine weibliche Form von Gast gibt, fühlen sich mit „Liebe Gäste“ einfach alle angesprochen. Wer die Form „Liebe Gästinnen“ einfordern würde, würde sich ja lächerlich machen.

Alle anderen Formen sind nicht falsch. Es entscheidet das Gefühl für Ästhetik und für den Moment. Bei uns Storymakern ist das übrigens ganz einfach – wir schreiben immer: „Liebe Stories“.

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