Digitale Kommunikation·International·Public Relations

Nur noch 10 Prozent Print

Erstmal sorry dafür, dass gerade nicht viel los ist hier. Aber es ist viel zu tun. Doch ab und an muss man sich dann doch zu Wort melden. Etwa hiermit:

Die Übermacht des Internets in der Medienversorgung der Menschen nimmt enorme Geschwindigkeit auf. Eine neue Studie – derzeit kommen ja täglich neue Zahlen – zeigt: Nur noch 10 Prozent der Mediennutzungszeit „junger Leute“ geht für Print drauf. Das hätte vor ein paar Jahren kaum einer zu prognostizieren gewagt. Aber was tun als PR-Schaffender. Lohnt sich Print-PR überhaupt noch? Den Kunden einen Komplettumstieg auf online empfehlen? Welchen Einfluss wird das iPhone auf die weitere Entwicklung haben – war das Unterwegs-Internet doch bislang nicht sehr praktikabel? Sind gerade die Entscheider doch noch sehr an Print orientiert – oder beides im Sinne des Long Tail?

Meinungen da draußen?

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10 Replies

  1. Ohne Online-PR geht’s nicht – ohne Print auch nicht. Die Mediennutzungszeit ist das eine, das andere ist die Qualität (von der Art der genutzten Printmedien bis zur Glaubwürdigkeit), das man bei der Planung von PR-Konzepten beachten sollte. Und schließlich kommt’s auf die Kommunikationsaufgabe an, wie im Einzelfall gewichtet werden sollte. In der Tendenz bin ich davon überzeugt, dass wir uns in der PR viel mehr Gedanken über Crossmedialität machen sollten.

    Zum mobilen Web: Noch sind dessen Nutzerzahlen vergleichsweise gering, ich denke aber, dass nicht nur das iPhone, sondern auch UMPCs dies ändern werden. Häufigste Anwendungen sind wie im stationären Web bisher Mail und Suchmaschinen. Als Firma müsste man aus meiner Sicht den mobilen Usern einen Mehrwert bieten, etwa Spiele oder spezielle Services.

  2. Ich gebe zu, da suche ich auch noch nach Ideen…

    Eigene Apps könnten ein Ansatz sein, vielleicht in Verbindung mit Location Based Services. Meine ersten spontanen Einfälle dazu gehen jedoch viel mehr in Richtung Marketing als PR 🙁

    Ein bisschen konkreter:
    Interessant fand ich, dass die New York Times sich gerade eben fit für’s iPhone gemacht hat (Quelle: http://www.basicthinking.de/blog/2008/08/11/ny-times-for-iphone/). Man könnte natürlich darüber sprechen, dass ähnliches auch von Unternehmen gemacht werden könnte. Allerdings muss dazu erst mal Content produziert werden, der die Leute am Handy überhaupt interessiert.

    Interessant ist auch, dass mobile Webnutzer relativ häufig Social Networks nutzen. Davon ausgehend könnte ich mir auch aus PR-Sicht mehr vorstellen – etwa in Verbindung mit großen Marken oder/und Events.

  3. Aber soooo sehr unterscheiden sich die Applikationen ja dann auch nicht von den Mobilversionen der jeweiligen Websites – also ob ich in Deutschland mobil.spiegel.de ins iPhone tippe oder eine separate Applikation per Button auf dem iPhone-Desktop liegen habe – da sehe ich noch nicht so den Unterschied.

    Was ich mir sicher vorstellen kann, ist dass Unternehmen klassische Mobilseiten aufbauen – als ersten Schritt. Also bei uns z.B. mobil.storymaker.de

    Hmmm?

  4. Sehe ich ähnlich. Die mobile Zielgruppe ist ohnehin klein (ca. 3 Mio. Deutsche nutzen ihr Handy auch mal, um ins Internet zu gehen); die iPhone-Nutzer sind ja eine noch viel kleinere Gruppe. Für sie etwas speziell anzubieten lohnt sich vermutlich vor allem wegen des PR-Effektes (erinnert mich an Firmen, die in Second Life gegangen sind und damit zumindest am Anfang eine Schlagzeile dafür bekommen haben)

    Aber die Frage, was die PR mobilen Nutzern inhaltlich anbieten kann, ist wirklich vertrackt: Laut MobileWebWatch liest z.B. so gut wie niemand Blogs am Handy. Da braucht’s noch ein paar glorreiche Ideen….

  5. Also ich bin ja dem Thema Mobil in den letzten Jahren etwas aus dem Weg gegangen, hatte auch ein ganz altes Handy. Jetzt hab ich seit einer Woche ein iPhone und bin sowas von geflasht von den Möglichkeiten und Funktionen, das ist echt Wahnsinn!! Und so kinderleicht und intuitiv! Ich denke da wird, gerade aus kommunikativer Sicht, noch einiges kommen und sich durch günstigere Tarife und Geräte in den nächsten Jahren massiv ausbreiten und die Mediennutzung noch sehr zu ungunsten von Print verändern. Ich frag mich nur wie wir das den Kunden in den UKs der Unternehmen beibringen, die heute immer noch ausschließlich nach Print-Clipping und Anzeigenäquivalent PR-Kommunikation betreiben und evaluieren.

  6. @Timo: Den Leuten in den UKs: Das wird nur durch eigene Erfahrung funktionieren. So wie bei Dir – oder mir. Totale Begeisterung für die inhaltlichen Möglichkeiten eines Devices kann man eben nur entwickeln, wenn man es zumindest schonmal in der Hand gehalten hat. Wie also dem Kunden beibringen? Nun: wie wäre es im ersten Schritt mit: iPhone zum Kunden mitbringen und zeigen?

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