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Tübinger OB contra Spiegel Online

Darf eine Ex-Kommunistin und Israel-Kritikerin das Bundesverdienstkreuz erhalten? Darf man in Deutschland die Politik Israels kritisieren? Das ist ist des Pudels Kern im Streit um Felicia Langer. Die Anwältin, die vor den Nazis in die damalige Sowjetunion floh und später in Jerusalem Jura studierte, engagiert sich seit dem 6-Tage-Krieg für Palästina und bezeichnete israelische Politiker des öfteren als Kriegsverbrecher. Für ihr Menschenrechtsengagement erhielt sie nun das Bundesverdienstkreuz, das ihr der Tübinger OB und Grüne Boris Palmer überreichte. In Spiegel-Online wettert Henryk M. Broder, der schon Alice Schwarzer und Rainer Werner Fassbinder auf dem Kieker hatte, gegen die Tat. OB Palmer wehrt sich gegen diesen „Kampagnen-Journalismus“: „Die Methoden sind schlimm.“ Es ist gerade mega-in, Journalisten zu kritisieren. Was die OB-begeisterte Lokalredaktion Tübingens nicht erwähnt: Am 21.7. erschien ein sachlicher News-Beitrag im „Spiegel“, nun wird die Debatte „Pro und Contra“ geführt; in dieser Rubrik erschien – auch! – Broders Kommentar (dessen Argumente ich nicht teile). Doch: was ist an der Berichterstattung falsch, die zudem unter dem Thema „Streit“ klar tituliert ist. Wer hetzt da gegen wen?

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