Digitale Kommunikation·Social Media

Wir brauchen Erinnerungen an die Zukunft!

Wir reden mal wieder von einem neuen Tool. Google+ heißt es – und die Social-Media-Beraterwelt formiert sich, um Unternehmen den Weg in dieses Social Network aufzuzeigen. Doch mit welchen Mitteln? Mit welchen Argumenten und Ideen? Nun: auf den ersten Blick mit „Facebook-Argumentation Reloaded“. Das Gleiche, mit ein wenig Hangout aufgemischt, Feature- und Function-Kommunikation ohne eine wirkliche Antwort auf die Frage nach dem „Wohin“ und „Wozu“ zu geben. Diese Kommunikation trifft dabei auf Menschen, die noch immer damit zu tun haben, den „Status 2008“ zu erreichen. Sich in das Thema „Social Media“ generell hinzudenken. Und schon versperrt ein weiteres Tool den Blick auf das Wesentliche. Die grundlegende Vision. Das Bild von morgen.

Die Google+ Verkaufe in Richtung von Unternehmen zeigt vor allem eines: Die meisten Kommunikationsberater fahren eine schlechte Kommunikationsstrategie. Und da will ich eine Agentur wie Storymaker gar nicht ausnehmen. Denn: das was hier abläuft ist klassische Produktionkommunikation -wenig inspiriert, wenig nutzenbezogen, ohne Magie. Eigentlich sollten wir es besser wissen. Denn – obwohl in Deutschland weiterhin nur ein Schattendasein führend – : den prinzipiellen Wert von Storytelling haben wir ja eigentlich schon lange verstanden. Den großen Wert von Geschichten, die bewegen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Doch wie sollen wir Geschichten erzählen über das, was noch nicht ist? Das, was noch kommt? John F. Kennedy wusste das bereits in den frühen 60ern ganz gut:

Was wir hier sehen ist die Vorhersage dessen, was damals in der Zukunft lag, heute aber bereits als Vergangenheit abprüfbar ist. Man könnte sagen – es ist „Predictive Storytelling“. Ein Bild von dem, was kommen wird. Ein Gefühl. Eine Erinnerung an die Zukunft. Besser als Politiker sind natürlich wirkliche Storyteller in der Lage, das Morgen zu vermitteln. So etwa der Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke der bereits 1964 eine Vision davon zum besten gab, was das Internet einmal für die Welt bedeuten würde:

So manch junger Mensch wird sich nach Betrachten dieses Beitrags überlegt haben, welche Rolle er wohl in dieser wundersamen Zukunft spielen könnte. Und wer sich noch immer fragt, was das denn alles mit Google+, mit der Nutzenkommunikation in Richtung von Kunden, mit der Frage nach fehlenden Visionen in der Technologie- und Kommunikationskommunikation zu tun hat, der werfe bitte einen Blick auf die folgenden beiden Videos. EPIC 2015 (ehem. 2014) hat mich dazu gebracht, mit Tränen in den Augen, das Social Web als die Zukunft des menschlichen Austauschs zu begreifen. Damals im Jahr 2005:

Und heute? Dieses Video von Microsoft wird viele dazu inspirieren, sich mit den Entwicklungen der kommenden Jahre zu befassen:

Wenn wir Menschen mitnehmen wollen zu dem, was morgen ist, dann müssen wir ihnen ein Bild von dem geben, was wir am Horizont sehen. Ein Verständnis. Eine Vision. Einen Traum. Vor allem als Kommunikatoren und Agenturen, als Innovatoren und Technologietreiber. Selbst wenn dieser Traum noch ein wenig träumerisch erscheint. Nicht Google+ ist die nächste Revolution, sondern die Erinnerung an die Zukunft.

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