Digitale Kommunikation·Social Media·Visuelle Kommunikation

Live dabei – 5 Tipps für die Eventberichterstattung via Social Media

Die Social Media Communities sind zu Begleitern in allen Lebenslagen geworden. Dies gilt immer mehr auch für Unternehmen, die wichtige Branchenereignisse für ihre Social Media Communities inszenieren wollen. Auf Facebook, Twitter und Co. sollen all diejenigen die Messe oder das Firmenevent miterleben, die nicht persönlich vor Ort sein können. Von Kommunikations- und Marketingverantwortlichen wird häufig erwartet, dass sie diese Aufgabe „nebenher“ machen. Damit die Berichterstattung im Trubel der Ereignisse reibungslos gelingt, müssen ein paar wichtige Aspekte berücksichtigt werden.

Carl Zeiss hat von der weltweit wichtigsten Filmmesse NAB berichtet

Fünf Voraussetzungen für erfolgreiche Liveberichterstattung via Social Media:

1. Ziel definieren: Je nachdem, welche Zielsetzung man für die Berichterstattung wählt, ergeben sich unterschiedliche Aufgaben. Eine Zieldefinition im Vorhinein erleichtert die Erfolgsmessung im Nachhinein.
Gilt es primär, den Usern ein Gefühl zu geben, dabeizusein? Dann darf man nicht verpassen, Emotionen zu vermitteln: Stress, Aufregung, Freude, Begegnung, etc. Kontinuität der Posts ist ebenfalls wichtig.
Geht es darum, eine Produktneuheit in den Vordergrund zu stellen? Dann bietet es sich an, vorher Neugier zu wecken, dann das Produkt zu präsentieren und die Reaktionen der Messebesucher/Kunden/Community dazu zu verbreiten.
Hat die Social Media Berichterstattung das Ziel, die Reichweite der eigenen Kanäle zu erhöhen? In diesem Fall sollte man auf eine Dokumentation der Veranstaltung achten, die auf breites Interesse ausgerichtet ist.

2. Jemanden verantwortlich machen: Mindestens eine Person sollte sich ausschließlich der Liveberichterstattung widmen können. Erfahrungsgemäß sind nur die wenigsten derart multitaskingfähig, dass sie auf der Veranstaltung ihre Aufgaben erfüllen und gleichzeitig die Social Media Communities informieren können. Höhere Flexibilität bietet ein Team aus mehreren Personen, das sich spontan aufteilen kann, um beispielsweise Interviews mit bekannten Persönlichkeiten zu machen, die überraschend auftauchen. Es kann eine große Erleichterung bedeuten, wenn man auf ein stationäres Team zurückgreifen kann, das vom Büro aus unterstützt, Kommentare monitort und bei technischen Pannen einspringt.

3. Die richtige Ausrüstung: Die technischen Voraussetzungen sind glücklicherweise inzwischen verhältnismäßig leicht zu schaffen. In den meisten Fällen genügt WLAN und ein Smartphone mit den nötigen Apps zur Bild- und Videobearbeitung und Social Media Betreuung. Passwörter sollten eingerichtet sein, die Benutzung der Apps eingespielt. Es empfiehlt sich, die Abläufe im Vorfeld zu testen. Ladekabel nicht vergessen!
Als inhaltliche Vorbereitung hat es sich bewährt, für zu erwartende Anfragen Sprachregelungen zu schaffen.

4. Gute Bilder: Bilder sind essenziell, nur visuell lässt sich das Flair und das Ambiente eines Events vermitteln. Für spezielle Einblicke, besondere Augenblicke und Stimmungen benötigt man die Kraft der Bilder: Der Moment der Awardübergabe inklusive Schweißtropfen auf der Stirn des Gewinners, das Posing des glücklichen Teams mit der Trophäe, die Perlen im Champagner. Im Sinne einer Verdichtung sollten Bilder bewusst ausgewählt werden, denn keinen interessieren fünf ähnliche Aufnahmen.
Für viele Ereignisse bietet es sich an, bereits vorab visuell zu dokumentieren: Beispielsweise die Auswahl des Standdesigns, Kistenpacken inklusive Giveaways, Teamfoto kurz vor Öffnung der Tore.
Wenn Sie Personen abbilden, sollten Sie darauf achten, dass Sie deren Einverständnis haben. Fotografieren Sie Menschen nur so, dass sie entweder nicht erkennbar sind (von hinten, Details, Menschenmenge) oder so, dass sie klar sehen, dass sie fotografiert werden.

5. Interaktivität fördern: Implizites Ziel aller Social Media-Kommunikation ist es, eine Brücke zu den Usern in aller Welt zu bauen und sie einzubinden. In Zusammenhang mit Events kann das beispielsweise heißen, man stellt Fragen, was die Fans interessiert, was sie wissen möchten, wovon sie Bilder sehen möchten. Einerseits ist es selbstverständlich, wird aber dennoch oft versäumt: Natürlich muss man dann auch auf diese Fragen eingehen. Auch eine Social Media Sprechstunde mit Experten/Promi (bspw. über FB-Kommentare) sorgt dafür, dass die Community teilhat. Um leichter gefunden zu werden, sollte man den gängigen Hashtag der Veranstaltung verwenden oder falls es keinen gibt, selbst einen festlegen.
So kann es gelingen, dass die Community mit Spaß zusieht, aktiv teilnimmt und wächst.

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