Karriere

Hospitanz in Silicon Valley

Zum Ende meiner Traineezeit bei Storymaker stieg ich am 28. Juli ins Flugzeug nach San Francisco. Im legendären Silicon Valley durfte ich sieben Tage eine Hospitanz bei AnchorFree machen. Ein solcher Aufenthalt bei einer Redaktion oder in der Kommunikationsabteilung einer Firma gehört standardmäßig zur Trainee-Ausbildung bei Storymaker. Ich konnte in diesem Rahmen unseren Kunden AnchorFree, die Firma hinter dem VPN-Dienst Hotspot Shield, in Mountain View, Kalifornien, besuchen. Die Büros von AnchorFree liegen neben so bekannten Firmen wie Symantec und Google und einigen Forschungseinrichtungen der NASA.

Bei AnchorFree wurde ich wirklich sehr gut aufgenommen, bekam einen Arbeitsplatz in einem kleinen Büro und durfte der Marketing- und Kommunikationsabteilung eine Woche lang über die Schulter schauen. Auch wenn der Austausch per Telefon und digitaler Kommunikation sonst gut funktioniert, ein paar Tage direkt zusammenarbeiten und gemeinsame Projekte voranbringen ist wirklich noch mal etwas anderes. Ich konnte so in den regulären internen Meetings unsere Projekte, die wir für AnchorFree in Deutschland betreiben, vorstellen und diskutieren, wie es auch die anderen AnchorFree Mitarbeiter mit ihren Projekten machen. So kam noch einmal ein ganz anderer Austausch zustande als per Fernkommunikation.

Aber auch neben der Arbeit gab es viel Spannendes zu erfahren, ob nun bei den Mittagessen mit den Kollegen von AnchorFree, auf dem Weg zur Arbeit oder bei Treffen mit alten Freunden und Bekannten aus der Zeit meines Studiums. Schon morgens im Zug von San Francisco nach Mountain View war es spannend den Unterhaltungen der Pendler zuzuhören oder auch mal mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Auf der Caltrain Strecke zwischen San Francisco und San Jose liegen in der Tech-Welt so bekannte Orte wie Palo Alto, Menlo Park, Mountain View und Sunnyvale.

Ein großes Thema war jederzeit, wie stark in Konkurrenz alle scheinbar zu einander stehen, die Firmen beim Kampf um Kunden und Investoren, die Firmen beim Kampf um hochqualifizierte neue Mitarbeiter, aber auch die Mitarbeiter untereinander. Ob bei der Suche nach einem gutbezahlten Job als auch im Job: Es wird sehr ergebnisorientiert gearbeitet und das Resultat der eigenen Projekte entscheidet über das Fortkommen.

Bei so viel hochgebildeten Angestellten, gibt es natürlich auch viele Kulturangebot und Events in den Städten. So besucht man nach der Arbeit oft Filmfestivals, Konzerte, Lesungen in Bücherläden oder Erlebnis-Koch-Veranstaltungen und betreibt dort reges Networking. Bei der Kulturinfrastruktur abseits von After-Work-Partys und Kunstmuseen hat Deutschland da sicher einiges aufzuholen, wenn man in der Zukunft qualifizierte IT-Arbeitnehmer ins Land locken möchte – und diese nicht sofort ans Valley verlieren will.

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