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Eine Entdeckungsreise durch die Welt des deutschen Maschinenbaus – Presse-Tour EMO 2013 (10.-18. September)

Sechs chinesische Journalisten besuchten deutsche und schweizerische Maschinenbauunternehmen sowie die EMO in Hannover

Von Ding Ding

„Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muss nur versuchen, es noch einmal zu denken“, sagte Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832). Das ständige Nachdenken und das entsprechende Streben nach Innovation und Verbesserung treiben die Menschheit voran. Die Maschinenbauindustrie ist so ein Bereich, in dem Innovation eine zentrale Rolle spielt. Auf der EMO – die weltweite Leitmesse der Maschinenbauindustrie und Metallverarbeitung – zeigten dieses Jahr 2.133 Aussteller aus 43 Ländern es der ganzen Welt, wie Innovation und intelligente Produktion unsere Gesellschaft verbessern können. Gemeinsam mit sechs chinesischen Journalisten von sechs chinesischen Top-Wirtschafts- und Fachmedien (Bereich Maschinenbau) durfte ich dieses spannende Gebiet bei Unternehmensbesuchen und auf der Messe vom 10. bis 18. September näher kennenlernen.

Die Gruppe vor dem Eingang des EMO-Messegeländes am 16.09.2103

Die Gruppe vor dem Eingang des EMO-Messegeländes am 16.09.2103

Während dieser acht Tage besuchte unsere Gruppe die Werke der Maschinenbauunternehmen Trumpf in Ditzingen, die Fritz Studer AG (United Grinding Körber Solutions) in Thun, EMAG in Salach, Carl Zeiss IMT in Oberkochen, Siemens Industry Sector in Erlangen und am Ende der Reise die Messestände der oben genannten Firmen sowie die von Haas Schleifmaschinen und Heller auf der EMO in Hannover. Dort konnte die Gruppe auch ein informatives Lunch-Interview mit dem Vorsitzenden Martin Welcker und der Pressesprecherin Sylke Becker des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) durchführen. Die Firmen zeigten unseren Journalisten ihre Unternehmensgeschichten, Unternehmenskulturen, neuesten Produkte und Technologien sowie ihren Bezug zu China. Umfassende Vorstellungen über Unternehmensstrategien wurden den Journalisten durch die Manager gegeben; Die Produkte und Technologien konnte man in manchen Applikationszentren in die Hand nehmen. Die Technologien und Anwendungen erklärten und demonstrierten technische Mitarbeiter unseren Journalisten ausführlich, wobei viel Zeit für Fragen blieb.

Das Auseinandersetzen auf Augenhöhe mit den Unternehmensverantwortlichen der Management-Ebene während der Unternehmens- und Standbesuche auf der EMO begeisterten unsere chinesischen Journalisten sehr. Der Austausch brachte die Journalisten ständig zum Hinterfragen und Nachdenken: Wie groß ist denn heute der Abstand zwischen chinesischen und deutschen Maschinenbauern noch? Was sind die Marktstrategien der deutschen Maschinenbauer für ihre Märkte in China? Was könnten die chinesischen Maschinenbauer von den deutschen lernen, um den Abstand weiter zu verkleinern? Wie wird die gesamte Marktsituation in der Zukunft aussehen? Wie wird die Konjunktur diese Branche beeinflussen? Welche Sorgen und Hindernisse könnte man bei der Expansion in China oder in den neuen Märkten haben? Wie könnte man den Fachkräftemangel bewältigen und könnte man durch das deutsche duale Ausbildungssystem die jungen Arbeitskräfte in China besser qualifizieren? Wie erreicht man weltweit den gleichen Qualitätsstandard? Fragen über Fragen.

Die Journalisten waren nicht nur an Zahlen interessiert, sondern auch sehr an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Strategien für die Zukunft. Die Themen wie langfristiger Unternehmenserfolg und bessere Ausbildung für junge Arbeitskräfte wurden immer wieder in den Diskussionen angesprochen. „Man sieht zwar, dass heute der Abstand zwischen unseren chinesischen Maschinenbauern und den deutschen schon kleiner geworden ist, aber langfristig gesehen, haben unsere chinesischen Maschinenbauer noch viel von den deutschen zu lernen und müssen noch vieles verbessern“, sagte mir Linqian Sha – Senior Reporterin der Redaktion Maschinen Markt China.

Trotz des regnerischen Wetters genoss die Gruppe auch ein interessantes und entspanntes Freizeitprogramm. Wenn man gute Laune hat, scheint dann innerlich doch immer die Sonne, egal wie das Wetter ist. Die schönen historischen Städte Bamberg und Weimar zeigten den Besuchern aus China eine andere Facette des Landes – neben Industrie und Maschinen – nämlich die deutsche Kultur.

Sightseeing in Weimar, die Gruppe vor dem Goethe-Schiller-Denkmal.

Sightseeing in Weimar, die Gruppe vor dem Goethe-Schiller-Denkmal.

An den gemachten Fotos und den gekauften Postkarten der Journalisten, konnte man schon sehen, dass ihnen diese Reise in schöner Erinnerung bleiben wird.

Netter Abend mit Schweinshaxen und Bier.

Netter Abend mit Schweinshaxen und Bier

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