Digitale Kommunikation·Events

Hinter den Kulissen: Die PR Report Awards 2015

Wie wir spontan bei den #prrawards ein Best Practice für Periscope kreierten

Donnerstag, 16. April, 11 Uhr, Flughafen München. Da sitze ich nun, mit aufgeklapptem Ultrabook, geladenem iPad, Smartphone in der Tasche, daneben Trolley und Handtasche. Arbeiten am Flughafen, beim Warten auf den Aufruf zum Boarding, das ist neu. Einen Tag von München nach Berlin hoppen, beim Gala-Abend arbeiten, am nächsten Tag nach nicht mal 30 Stunden wieder zurück – auch neu. Aber ich bin ja auch noch nicht so lange bei Storymaker, knapp drei Wochen jetzt. Mit dem neuen Job kommen viele neue Herausforderungen, spannende Events und tolle Gelegenheiten. Wie eben am Donnerstag, als ich zusammen mit drei Kollegen die Verleihung der PR Report Awards 2015 social-media-seitig begleitet habe.

Die PR Report Awards gibt es seit 2003 und zeichnen jedes Jahr in 26 Kategorien die besten – bestumgesetzten – PR-Kampagnen sowie in den fünf Gold-Kategorien persönliche Leistungen und den Grand Slam aus. 2015 gab es neben etablierten Kategorien auch ein paar neue, und viele der Kampagnen wurden direkt in mehreren Kategorien eingereicht. Das zeigt einmal mehr, wie stark die einzelnen Kanäle – online, offline, social, mobile – inzwischen miteinander verzahnt sind.

Storymaker begleitet das Branchenevent nun schon zum zweiten Mal in der Live-Kommunikation, aber für mich war es das erste Mal. Dafür habe ich einen spannenden Einblick bekommen, welche Ideen in der PR-Welt umgesetzt werden können, lokal oder national, in großen und kleinen Dimensionen, Low oder High Budget, hochkreativ oder auch mal ganz einfach. Die Kampagnen habe ich mir bei der Vorbereitung natürlich genau angeschaut und hatte auch schon einige kleine Favoriten im Kopf.

Allein die Location ist großartig gewählt: das Kraftwerk Berlin, ein stillgelegtes Heizkraftwerk, das mit weiten Hallen und einigem Industriecharme beeindruckt. Um 16 Uhr vor Ort war der Aufbau noch in vollem Gang, die Generalprobe in den letzten Zügen. Spannend zu sehen, wie Moderator Steven Gätjen vor einer imaginären Menge die Sieger ansagt und mit enthusiastischer Musikbegleitung in den nicht vorhandenen Applaus einstimmt.

Den Gala-Abend in der digitalen Kommunikation zu begleiten heißt, dass wir laufend auf insgesamt fünf Social Media-Kanälen die Stimmung während der Gala unter dem Hashtag #prrawards die Accounts der PR Report Awards auf Twitter, Facebook, Instagram, Vine und Periscope.

Periscope, das jüngste Mitglied der ständig wachsenden Social-Media-Riege, ist eine (noch) reine iOS-App, die sehr einfach Live-Streaming inklusive direktem Teilen über Twitter ermöglicht. “A visual pulse of what‘s happening right now”, so haben die Macher ihre brandneue App erst drei Wochen vor den PR Report Awards vorgestellt. Prädestiniert für eine Award-Verleihung, oder?
Ganz offenbar waren wir übrigens nicht die einzigen, die das Live-Streaming von der Show für sich entdeckt haben. Andreas Winiarski (@winiarski) nutzte dafür aber Meerkat:

Während dem Empfang ab 18.30 Uhr ist es noch ruhig, eine ausgelassene, gespannte Stimmung. Ich kann jede Menge Eindrücke sammeln, Twitter beobachten, WLAN-Passwörter verteilen, Periscope auf dem iPad testen. Läuft. Das vorbereitete 3-Gänge-Menü beginnt nur leicht verzögert und mit kurzen Programmpunkten durchsetzt: die Begrüßung des Moderators Steven Gätjen und Nico Kunkel, eine kleine Rede des neuen PR-Report-Verlegers Johann Oberauer. Um 21.30 Uhr geht es dann endlich los, die Award-Verleihung beginnt. Wir ziehen uns zurück an unsere Social-Media-Redaktion neben der Bühne und haben so einen hervorragenden Blick auf das Geschehen. Im Akkord präsentieren Steven Gätjen und Claudia Urbschat-Mingues, die deutsche Stimme von Angelina Jolie übrigens, insgesamt 129 Finalisten in den 31 Kategorien, zusammengefasst in die sechs Cluster Essentials, Corporate, Brands & Products, Public Affairs, Digital und Gold. Auf Social Media geht es jetzt rund: so schnell kann ich kaum tippen, retweeten, kommentieren. Aber es geht – ein paar Minuten später bin ich voll drin und versinke in Twitter. Auftauchen muss ich nach überraschend kurzer Zeit für die Gold Awards am Ende, denn genau die wollen wir live via Periscope übertragen. Technisch sieht alles gut aus, mein Kollege Sven hat ein Stativ aufgebaut, in das wir mein iPad mini klemmen, direkt neben den Lautsprechern, so dass der Ton deutlich zu hören ist. Und dann kündigt Steven Gätjen die Gold-Kategorien auch schon an. Also jetzt: live auf Sendung!

Sehr unspektakulär, es läuft. Auch die Bildqualität ist für ein iPad mini mit der gemischt beleuchteten Bühne völlig in Ordnung. Die nächsten 30 Minuten verfolge ich das Bühnengeschehen auf dem Touchscreen, freue mich über die strahlenden Gesichter der nominierten 30 Young Professionals und grinse bei der Moderation Gätjens. Ich und ca. 230 Zuschauer, die sich bei Periscope eingefunden haben.

Und dann ist es auch schon 23.30 Uhr, der offizielle Teil des Abends vorbei. Damit zwar noch nicht ganz unsere Arbeit, es wollen Statements der Gewinner aufgenommen werden, Fotos der Stimmung, des Jubels, der Party. Auf Twitter flaut es – mit Ausnahme zahlreicher Gratulationstweets – deutlich ab. Jetzt können auch wir endlich ein bisschen entspannen und mitfeiern.
Schön war’s!

Mehr lesen:

Hinterlassen Sie den ersten Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.