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Nächste Stufe der digitalen Kommunikation: Beamen!

Derzeit passieren viele Dinge, die die Kommunikation von morgen entscheidend mitgestalten. In kleinen Fragmenten erst, in einzelnen Bausteinen, die wieder einmal nur wie Nischen-Trends aussehen. Und die sich am Ende zu etwas zusammenpuzzlen werden, das mit der Kommunikation der Gegenwart nur noch wenig zu tun hat. Denn: in naher Zukunft werden wir bei allen wichtigen Events auf der Welt – und vermutlich auch im Weltenraum – direkt dabei sein können. Wir werden uns an jeden x-beliebigen Ort versetzen können. Und wir werden nach Besuch dieses Ortes wieder direkt nach Hause zurückkehren können. Die Realisierung des Traums vom Beamen steht vor der Tür!

Aber aus welchen Puzzleteilen wird sich die Beam-Kommunikation von morgen zusammensetzen? Im Grunde sind es drei Elemente. Das eine ist die „live“-Komponente. Wenn ich mich an einen Ort versetze, dann bin ich direkt am Puls des Geschehens. Es muss also zeitgleich sein – so wie Periscope, die Live-Streaming-App für Twitter, die sich zuletzt rasend schnell verbreitete und nach den Google-Hangouts die nächste Stufe der Echtzeitbewegtbildkommunikation einleutet.

Die zweite Komponente ist, dass ich mich in einer Szene, die gerade passiert, befinden muss. 3D? Nein! Das wäre ja immer noch nur eine Szene vor mir, aber nicht hinter mir, wenn ich mich umdrehe. Aber der aktuelle Trend der 360-Grad-Videos geht genau in die Richtung, die notwendig ist, um tatsächlich „in“ einer Situation zu sein. Und die ersten erfolgreichen Kickstarter-Projekte wie die Bublcam  sprechen auch für sich.

Die aktuellen Musikvideoprojekte im 360 Grad-Bereich – wie das famose „Stonemilker“-Video von Björk – wirken zwar noch wie Spielereien, vor allem wenn man sich die Videos anschaut, indem man sich mit seinem Smartphone im Kreis dreht, aber es fehlt eigentlich nur noch eine Komponente.

Oculus Rift. Ja, klar. Facebook verpackt die Rift gerade noch hübsch als Gamingbrille.

Aber das wird nicht lange so bleiben. Denn sobald man das „Six degrees of separation“-Phänomen – also die Tatsache, dass jeder Mensch mit jedem über nur 6 Verknüpfungen verbunden ist – zur Grundlage nimmt, dieses mit der Plattform der Social Networks zusammenbringt, danach dann jedem Menschen eine 360-Grad-Kamera in sein Smartphone baut, einen 360-Grad-Modus in Periscope integriert und das ganze über eine Oculus Rift laufen lässt, sind wir da angekommen, wo wir schon immer sein wollten: in der Welt des Beamens.

Und damit werden wir dann natürlich alle Fragen wieder von neuem haben: brauchen wir dann noch Reporter, Korrespondenten, Blogger, Twitter und Co. Und wird die Welt den 360-Grad-Live-Bewegtbild-Nerds gehören. Wir werden sehen. Es brechen wieder einmal spannende Zeiten an (wie  auch Mark Zuckerberg zuletzt bei seiner Befragung auf Facebook etwas nebulös andeutete).

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