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Data to the people: Storymaker bringt Tableau in die Breite

Einer der Unternehmensgründer: Dreifacher Academy-Award-Gewinner. Das Unternehmen: ein weltweites Umsatzwachstum von 77,5 Prozent (im Vergleich zu 2013). Die Mission: mehr Wissen für jeden – basierend auf intelligenter Analyse vorhandener Daten. Das US-Unternehmen Tableau, Anbieter von Sofort-Daten-Analysen und -Visualisierungen, will künftig auch in der DACH-Region verstärkt zeigen, dass sich die Auswertung von Daten für jedes Unternehmen lohnt – und setzt dabei seit Juni 2015 auf die Unterstützung von Storymaker. Ziel ist es, die Angebote in Deutschland zunächst über klassische Medienarbeit in Fach- und Branchenmedien, Tageszeitung und in der Wirtschaftspresse bekannter zu machen.

Im Interview erläutert Lars Milde, Senior Marketing Manager von Tableau DACH & Eastern Europe, warum Tableau den Umgang mit Daten revolutioniert, sich SAP, IBM und das SAS Institute in Acht nehmen sollen und er sich schon jetzt den nächsten Eintrag im Duden reserviert.

Marc Voland: Lars, ihr bietet eine Lösung für die Datenanalyse und -visualisierung an. Solche Lösungen sind ja nicht neu.

Lars Milde: Das ist richtig – und gleichzeitig stimmt es nicht ganz. Wir bieten dem Markt etwas noch nie Dagewesenes. Datenanalyse per Drag & Drop, automatische Visualisierung in Bruchteilen von Sekunden, Business Intelligence für Jedermann. So etwas gab es bisher noch nicht. Wir stoßen in eine Marktlücke vor. Vielleicht ist es vergleichbar mit dem iPad von Apple. Apple hat mit dem Tablet eine völlig neue Gattung begründet. So ähnlich sehen wir unseren Vorstoß auch.

MV: Also eine Kampfansage an die Etablierten?

LM: Daten sind das Mantra der Zeit. Aber wer Daten sagt, der muss auch Analyse sagen. Denn was bringt eine prall gefüllte SQL-Datenbank, was eine überlaufende Excelliste, wenn das wichtigste verloren geht: die Einsichten, Erkenntnisse und Handlungsanleitungen, die sich aus den Daten ableiten lassen? Unternehmen wissen das natürlich und setzen deshalb teure und langwierige Business-Intelligence-Projekte auf, deren Ergebnisse nur wenigen Experten in den Firmen zur Verfügung stehen. Das geht auch einfacher und schneller, sagen wir. Gebt den Mitarbeitern endlich die Tools, die sie brauchen, um ihren Bereich weiter zu bringen! Die Daten sollen von allen genutzt werden können. Das kann nur unsere Software leisten. Und unser Wachstum gibt uns Recht.

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Lars Milde, Senior Marketing Manager von Tableau DACH & Eastern Europe


MV: Es gibt Stimmen, die sagen: Schön und gut, aber die Datenanalyse soll doch gefälligst in den Händen der Datenanalysten bleiben. Da könnte ja sonst jeder kommen.

LM: Es soll jeder kommen. Im Ernst. Natürlich bedarf es unternehmensweiter Regelungen (Governance), damit in der einen Abteilung Äpfel, in der anderen Abteilung Birnen verglichen werden. Aber wir wollen, dass jeder, unabhängig von der IT-Abteilung in der Lage ist, auf Grundlage vorhandener Daten, Analysen vorzunehmen. Das kann der Praktikant eines Start-ups sein, der eine einfache Exceldatei auswertet, das kann der langjährige Daten-Analyst im DAX-Konzern sein, der komplexe Finanzkennziffern aus SAP-Systemen in einem Dashboard zusammenfasst und für jeden verständlich visuell aufbereitet. Wir nennen das „Data to the people“. Deshalb stellen wir unsere Vollversion auch für Privatanwender zur Verfügung.

MV: Deshalb betonst Du auch immer, wie einfach es ist, mit Tableau Daten auszuwerten.

LM: Richtig. Mit unserer Lösung können Anwender diese Daten dank der Visualisierung nahezu intuitiv auswerten. Tableau erkennt automatisch, welche Arten von Informationen in der Datenbank vorliegen und gruppiert diese Kennzahlen, Zeitreihen, Kategorien und geographischen Informationen. Dank unserer VizQl Technologie werden alle Abfragen in graphischen Befehlen umgesetzt. Der Anwender benötigt also keinerlei Kenntnisse im Programmieren oder Skripten. Er kann kinderleicht mit seinen Daten interagieren – und weil er die Daten nicht in meterlangen Excellisten vor sich hat, sondern immer eine Grafik angezeigt bekommt, kann er fast schon spielerisch mit den Daten umgehen. Der Anwender muss lediglich die richtigen Fragen stellen und muss dann nur noch per Drag-und-Drop die entsprechenden Datenkategorien in die Anwendung ziehen.

MV: Also in 15 Minuten zum Daten-Spezialisten?

LM: Na, so schnell geht es natürlich nicht. Es ist vergleichbar mit Word. Ich muss kein Word-Experte sein, um ein Dokument zu öffnen, einen Text zu schreiben und ihn abzuspeichern. Das zu erlernen, schaffe ich in drei Minuten. Will ich mich in Feinheiten einarbeiten – Formatierungen, Makros, automatisches Inhaltsverzeichnis – brauche ich zunehmende Kenntnisse des Tools. So verhält sich das auch mit unserer Software – auch was das Inhaltliche angeht. Für hoch komplexe Auswertungen muss ich mich natürlich mit dem Thema Datenanalyse auskennen. Aber gleichzeitig kann ich ohne statistisches Vorwissen beginnen, Daten zu befragen. Der Rest kommt mit der Erfahrung.

MV: Tableau will wachsen – deswegen auch verstärkte PR in Deutschland?

LM: Wir haben Stand 2014 in EMEA über 5.000 Kunden-Accounts. Das ist schon einmal ein guter Start, wir wollen aber viel, viel mehr erreichen, denn wir sind davon überzeugt, dass Unternehmen, Hilfsorganisationen, Schulen oder Universitäten mithilfe unserer Software ihre Ziele wesentlich besser verfolgen können – weil sie die richtigen Einsichten, basierend auf Daten, erhalten. Europa, speziell aber Deutschland ist dabei ein strategisch enorm wichtiger Markt für uns. Der Gründer und CEO, Christian Chabot, ist deswegen nach London gezogen, um nahe am europäischen Markt zu sein. Im letzten Jahr haben wir in Frankfurt unsere Deutschland-Niederlassung eröffnet, um vor Ort präsent zu sein. In diesem Zusammenhang ist für uns PR extrem wichtig, denn wir wollen wirklich alle, die mit Daten zu tun haben oder zu tun haben wollen, erreichen.

MV: Warum habt ihr euch für Storymaker entschieden?

LM: Wir waren auf der Suche nach einer Agentur, die die Mission von Tableau versteht und an diese glaubt. Storymaker hat uns von der ersten Präsentation an dieses Gefühl gegeben. Sie haben als einzige Agentur die Software getestet und Ideen entwickelt, wie wir sie am besten bei neuen Zielgruppen platzieren können. Ziel unserer PR-Aktivität ist es, die Leute dafür zu begeistern, mit Daten zu arbeiten und mit ihnen Geschichten zu erzählen. Man kann fast sagen, dass wir den Markt missionieren müssen und dafür bedarf es unkonventioneller Ideen und den Zugang zu neuen Medien. Genau hier beweist Storymaker seine Stärke. Wir freuen uns schon auf die weitere Zusammenarbeit.

MV: Wann ist Euer Ziel erreicht?

LM: Eines unserer Ziele ist es, dass man künftig sagen wird: „Das tableau ich mal“, analog zu „das google ich mal“. Mal sehen, vielleicht schaffen wir es damit sogar in den Duden!?

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