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Unsere Business Unit Directors: Kommunikationswandel in der Fertigungsindustrie

Stefanie Stöckermann ist bei Storymaker für die Leitung der Business Unit Engineering und Manufacturing verantwortlich. Im Interview stellen wir sie vor.

Björn Eichstädt: Du bist Business-Teamleiter im Manufacturing & Engineering-PR-Bereich. Erzähl uns Deine Geschichte

Stefanie Stöckermann: Ich habe zum Oktober 2015 bei Storymaker die Leitung der Business Unit Manufacturing & Engineering übernommen. Vor meiner Laufbahn in der Kommunikationsbranche habe ich Sozialwissenschaften studiert und bin dann vor etwa 25 Jahren in die Kommunikationsbranche eingestiegen. Als Journalistin, Redakteurin, Regisseurin und Produzentin von Print-Medien, Radio, Film und Fernsehen durchlief ich mehrere Stationen. Ich habe ferner umfangreiche Kommunikationsstrategien und Kampagnen für Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobilindustrie und der Luft- und Raumfahrtbranche entwickelt und verantwortet.

Stefanie Stöckermann

Stefanie Stöckermann, Business Unit Director Engineering und Manufacturing, Storymaker GmbH

BE: Wo siehst Du die aktuell wichtigsten thematischen Entwicklungen in Deinem Bereich und wie betreffen sie die Kommunikation?

STST: Globalisierung, Digitalisierung, internationaler Wettbewerbsdruck – Unternehmen fällt es immer schwerer, sich als technologischer Vorreiter zu behaupten. Hinzu kommt die Metamorphose vom reinen Hersteller zum Systemdienstleister und/oder Service-Anbieter. Wer sich so neu am Markt positionieren und vom Wettbewerb abheben will und muss, kämpft parallel mit erforderlichen Change-Prozessen intern und extern. Für die Unternehmenskommunikation bedeutet das: Es braucht integrierte Konzepte, Inhalte und Prozesse, die nachhaltig und vor allem international greifen. Und schließlich mehr Mut in der Gestaltung von Kommunikation.

BE: Was begeistert Dich am meisten an Deiner Aufgabe?

STST: Die rasante technologische Entwicklung fasziniert mich. Drei Disziplinen – Informationstechnologie, Fertigung und Kommunikation – treffen auf- und verschmelzen miteinander. Und vier Generationen, die unterschiedlich mit Kommunikation und den entsprechenden Medien-Kanälen umgehen, ebenfalls. Das ist ungemein spannend, lehrreich und herausfordernd zugleich. Damit verbunden sind visionäre Fragestellungen und Überlegungen: “Wie sieht Kommunikation in 10 Jahren aus, wie in 20? Lösen 3D-Hologramme und Treffen in virtuellen Welten die heutigen Kanäle ab? Welche „klassischen“ Medien werden Kult? Und welche Inhalte sind dann gefragt?

BE: Wie empfindest Du persönlich diese Entwicklung?

STST: Ich kenne die Welt noch non-digital – bevor PC, Internet und Mobiltelefon als dankbare Werkzeuge überall Einzug hielten. Glücklich war, wer ein weinrotes oder olivgrünes Tastentelefon und überdies eine lautstarke Kugelkopf-Schreibmaschine sein Eigen nennen konnte. Fax-Geräte, Kuriere und Post übermittelten Nachrichten und Informationen. Präsentiert wurde mit “handgeschnitzten” Pappen, detailreichen Zeichnungen und Modellbauten.

Schon damals galt: “Was ist die Story” und “Content ist King” – das ist keine Erfindung des digitalen Zeitalters. Die Kraft der Worte und Bilder, die Gestaltung von klaren Botschaften und Geschichten sowie die Inszenierung von Erlebnissen begeistern mich bis heute.

BE: Was ist heute in der Kommunikation für Maschinenbauer und ingenieursgetriebenen Unternehmen ganz anders als vor 10 Jahren und was ist noch immer gleich?

STST: Geändert haben sich die Rahmenbedingungen und Herausforderungen. Wir haben komplexere Themen und Prozesse, noch mehr Plattformen, Kanäle und Multiplikatoren. Und relevante Zielgruppen haben ein unterschiedliches sowie geändertes Kommunikations- und Informationsverhalten. Gleichzeitig gilt es, Unmengen an Informationen noch schneller, flexibler und effizienter zu filtern, zu selektieren, zu priorisieren und eindeutig zu positionieren. Und dies alles digital vernetzt, mess- und sichtbar.

Dagegen unverändert ist das Spannungsfeld zwischen Tradition und Zukunft. Trotz technologischer Höchstleistung und ungebremster Innovationskraft hinken viele Unternehmen in der Darstellung ihrer Werte, ihrer Identität und damit ihrer Marke und ihres wirklichen Kundennutzens hinterher. Auf die Frage „Was macht Sie besonders?“ lautet eine der Standard-Antworten weiterhin: „Wir sind innovativ. In punkto Kommunikation aber sehr konservativ“.

Wenige Unternehmen inszenieren ihre Geschichte und Geschichten mutig und konzentriert: Die Gretchenfragen sind geblieben: Welcher Inhalt, welche Geschichten, welche Botschaften faszinieren Neu- und Bestandskunden, locken zukünftige und binden bestehende Mitarbeiter?

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1 Reply

  1. […] Mit Stefanie Stöckermann (50) hat Storymaker im letzten Jahr eine sehr erfahrene Marketing-Kommunikations-Expertin als Business Unit Director für den Bereich der Engineering- und Manufacturing-Kunden gewinnen können. Seit 25 Jahren hat sie in verantwortlichen Positionen bei Rundfunk und TV gearbeitet und für Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Luft- und Raumfahrt und der Automobilindustrie Kommunikationsstrategien und ganzheitliche Kampagnen entwickelt, zuletzt bei der Star Cooperation in Böblingen (weiteres zu Stefanie Stöckermann im Blog-Interview). […]

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