IT

Business Unit Directors: „Die Zukunft spricht Code“

Marc Voland ist bei Storymaker im Rahmen der neuen Management-Struktur für den Geschäftsbereich IT-Unternehmen mit Schwerpunkt in den Public Relations verantwortlich. Die IT-Entwicklung fasziniert ihn schon, seit er die erste Hausarbeit auf einem 386er verfasste. Im Interview stellen wir ihn vor.

Björn Eichstädt (BE): Marc, Du leitest bei Storymaker die Business Unit für die IT-Kunden. Wie lautet Deine Story?

Marc Voland (MV): Während meines Studiums der Geschichte, Politik, und Rhetorik habe ich mich mit den antiken Rednern beschäftigt. Snapchat, Clipping-Portale oder der ROI of PR waren Demosthenes und Cicero natürlich so fremd wie uns heute die Wachstafeln, auf denen die alten Griechen und Römer ihre Notizen gemacht haben. Dafür wussten sie schon vor über 2.000 Jahren ziemlich genau wie öffentliche Kommunikation funktioniert, mit welcher Methode man Themen findet, sogar welchem Ablauf die Krisenkommunikation folgt. Faszinierend.

2002 bin ich dann – mit erster Berufserfahrung in Medien, Unternehmen und Agentur im Gepäck – bei Storymaker als Junior-Berater eingestiegen, heute leite ich die Business Unit IT, in der wir unsere IT-Kunden wie BT, Tableau, BTC, myTaxi oder ASUS betreuen. Als Associated Partner bin ich zudem Mitglied der erweiterten Geschäftsführung.

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Marc Voland verantwortet den Geschäftsbereich IT-Unternehmen bei Storymaker

BE: Wie bist Du denn zu Deinem Thema IT gekommen, nach den antiken Rednern? Computer hatten die ja auch noch nicht.

MV: Ein Aha-Erlebnis hatte ich im Computer-Pool der Uni: Meine erste Hausarbeit hatte ich auf einer Schreibmaschine (immerhin mit einem Zwischenspeicher für 3 Textzeilen) geschrieben. Was für ein Krampf! Und was für ein Segen, die nächste Arbeit auf einen 386er mit WordPerfect zu verfassen und auszudrucken. Dann natürlich: Die sich entwickelnde IT-Branche war neu, irgendwie anders, nach vorne gerichtet; sie war und ist immer am Puls der Zeit und teilweise noch weiter. Gleichzeitig sind die Themen der Branche schon immer anspruchsvoll gewesen. Diese Mischung hat mich angesprochen.

BE: Wo siehst Du aktuell die wichtigsten thematischen Entwicklungen in Deinem Bereich?

MV: Der Innovationsschub der Branche ist gewaltig. Was momentan an neuen Themen – AI, Robotik, VR/AR – kommt, markiert einen Umbruch. In mancher Hinsicht ist dieser auch verstörend, wenn man an die gesellschaftlichen Auswirkungen denkt. Wollen wir die Maschinenstürmer des 21. Jahrhunderts vermeiden, müssen wir über eine Robotersteuer oder ein Grundeinkommen für alle nachdenken – schon recht bald, bedenkt man, dass Uber die ersten selbstfahrenden Taxis bestellt hat. Fest steht: die IT wird alle Lebensbereiche noch stärker durchdringen. Rechenpower und Automatisierung nehmen zu, die Algorithmen werden immer leistungsfähiger, die Vernetzung wird enger. In Gartners Hype Cycle drängeln sich nach Hybrid Cloud, und Augmented Reality schon Technologien wie Smart Dust, Bio Chips oder Quantum Computing. Keiner kann die Zukunft vorhersehen, aber natürlich spricht sie Code.

BE: Wie sieht es mit der technologischen Entwicklung im Kommunikationsbereich aus?

MV: Da stimme ich meinen Kolleginnen Katrin Kuch und Stefanie Stöckermann unbedingt zu. Erst kommt die Story, dann das Medium, die Plattform oder das Gadget. Kommunikation muss Spaß machen, Sinn ergeben und auf die Gesamtstory des Unternehmens einzahlen.

Interessant sind für uns freilich Themen wie die Automatisierung von Routinetätigkeiten, aber auch die genauere Analyse und Auswertung von Small oder Big Data für die tägliche Arbeit. Das ist etwas, das schauen wir uns genau an.

BE: Angesichts der rasanten technologischen Entwicklung auch im Kommunikationsbereich: welchen Stellenwert hat klassische PR überhaupt noch?

MV: Das ist das Interessante. Man sollte meinen, dass viele Unternehmen – auch angesichts der andauernden Medienkrise – einen Schwerpunkt auf Social und Corporate Media legen. Wir sehen aber, dass selbst junge amerikanische Unternehmen, auch Start-ups zum Beispiel aus Frankreich, die auf den deutschen Markt drängen, massiv Medienarbeit nachfragen. Der Trend ist momentan ungebrochen. Die Unternehmen schätzen es also, dass sich Bekanntheit und vor allem der Aufbau beziehungsweise die Stärkung der Reputation neben Social und Video maßgeblich über vermittelte Kommunikation erreichen lässt.

BE: Was begeistert Dich am meisten bei Deiner Aufgabe?

MV: Wir haben bei Storymaker ein famoses Team, mit dem wir interessante Projekte erfolgreich umsetzen. Das macht einfach Spaß.

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2 Replies

  1. […] Die Vielzahl an Aufgaben wird nun durch die Business Unit Directors gestützt. Marc Voland (45), seit 13 Jahren bei Storymaker, leitet aus dem Münchner Büro heraus das PR-geprägte Team für die Kunden aus der IT-Branche, den Bereich, mit dem Storymaker vor 15 Jahren startete. Marc Voland hat die Agentur und die Kundenprojekte in den letzten Jahren vor allem durch sein ausgewiesenes Story- und Themenverständnis sowie seine Medienkontakte und Key-Account-Fähigkeiten mitgeprägt (weiteres zu Marc Voland im Blog-Interview). […]

  2. […] Die Vielzahl an Aufgaben wird nun durch die Business Unit Directors gestützt. Marc Voland (45), seit 13 Jahren bei Storymaker, leitet aus dem Münchner Büro heraus das PR-geprägte Team für die Kunden aus der IT-Branche, den Bereich, mit dem Storymaker vor 15 Jahren startete. Marc Voland hat die Agentur und die Kundenprojekte in den letzten Jahren vor allem durch sein ausgewiesenes Story- und Themenverständnis sowie seine Medienkontakte und Key-Account-Fähigkeiten mitgeprägt (weiteres zu Marc Voland im Blog-Interview). […]

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